Big Data in der Praxis heißt: mit Wissen aus smarten Daten den „Laden besser im Griff“ haben

Share

Nutzt Du „Datenquellen“ in Deinem Betrieb, wie zum Beispiel detaillierte digitale Zeiterfassung mit einer mobilen App auf dem Handy, Fahrtenprotokolle mit dem Navigator und dergleichen mehr? Falls ja und wenn Du die Daten in eine zentrale, für Deine Branche geeignete ERP-Lösung einfließen lässt, dann hast Du auch Zugriff auf professionelle Auswertungsmöglichkeiten. Damit spielst Du schon fast in derselben „Liga“ wie die „großen“ Big-Data-Anwender aus der Mittelstands- oder Konzernwelt.

ERP-Software brauchst Du heute übrigens wirklich nicht mehr als teure Softwarelizenz erwerben und in Deinem „Rechenzentrum“ installieren. Viele Anbieter stellen die entsprechenden Funktionen als Cloud-Service über das Internet bereit. Du buchst und bezahlst nur das, was Du wirklich benutzt. Und die Kosten dafür kannst Du gleich als Aufwand steuerlich absetzen.

Smart Data konkret angehen

Worauf es aber wirklich ankommt, sind die Konsequenz und das strukturierte Vorgehen, mit denen Du das Thema anpackst. Dann wird aus Deinem „Big Data“-Projekt ganz schnell ein „Smart Data“-Projekt, mit dem Du Deinen Betrieb zunächst „intern“ ein Stück voranbringen kannst.

Wahrscheinlich ist den meisten unter euch spätestens jetzt klar: Eine Smart-Data-Strategie kannst Du in Zeiten umfassender digitaler Vernetzung nicht nur auf das eigene Unternehmen zuschneiden. Auch Deine Kunden, Zulieferer und Partner sollten berücksichtigt und in Deine „Datenpolitik“ aktiv mit einbezogen werden.

Soll heißen: Daten und Erkenntnisse teilen, untereinander gezielt austauschen. Das ist wichtig, um im gemeinsamen Interesse Abläufe möglichst frühzeitig synchronisieren und steuern zu können.

Wenn Du es konkret angehen willst, dann solltest Du – gegebenenfalls mit Unterstützung eines Dienstleisters oder eines Beraters Deiner Handwerkskammer – die folgenden Schritte in Richtung Smart Data einleiten:

  • Entwickle ein Bewusstsein für die Bedeutung von Daten generell.
  • Übertrage dieses Bewusstsein auf Deinen Betrieb.
  • Ziehe für die Planung Deiner Datensammlung einen branchenkompetenten externen Partner hinzu.
  • Analysiere, welche Chancen und Risiken mit der Sammlung, Speicherung und Auswertung von Daten für Dein Unternehmen verbunden sind.
  • Finde mithilfe eines Reifegrad-Checks den Ist-Stand Deines Unternehmens hinsichtlich Digitalisierung und Datennutzung heraus.
  • Identifiziere diesbezügliche mögliche Hemmnisse – und beseitige diese.
  • Überlege, wo in Deinem Tagesgeschäft – beispielsweise im Umgang mit Kunden oder in der Kommunikation mit Partnern – Daten entstehen, wie diese einfach erfasst, gespeichert und ausgewertet werden können.
  • Sorge dafür, dass die Mitarbeiter und gegebenenfalls die Fachbereiche miteinander vernetzt werden und aufgabenbezogen auf Daten zugreifen bzw. die in der Arbeit anfallenden Daten weitestgehend automatisch erfasst, gespeichert und mit geeigneten Werkzeugen ausgewertet werden können.

Mit dieser Vorgehensweise kannst Du die Chancen von smarten Datenerhebungen und deren Analyseergebnisse für die Steigerung Ihrer Produktivität, für die Verbesserung Deiner Entscheidungsgrundlagen und für den Ausbau von Wettbewerbsvorteilen nutzen.

Foto: © denisismagilov / adobe.stock.com

forum handwerk digitalDieser Beitrag wurde uns von forum handwerk digital zur Verfügung gestellt. 
Digital denken. Erfolgreich handeln.