Teamwork genießt in Handwerksbetrieben traditionell einen hohen Stellenwert. Damit ein Rädchen ins andere greift, sind direkte, kurze Kommunikationswege ein Muss – erst recht, wenn die Crew-Mitglieder auf größeren Baustellen verteilt arbeiten und der Einsatz von Maschinen und Fahrzeugen die Verständigung zusätzlich erschwert.

Ist in diesem Umfeld Maßarbeit gefragt, wenn beispielsweise mit dem Baukran Material entladen oder große Montageelemente punktgenau abgesetzt werden müssen, bleibt zum ständigen Hin-und-her-Telefonieren keine Zeit. Für solche Fälle und einen funktionierenden Austausch über größere Entfernungen statten viele Handwerksbetriebe ihre Baustellenteams auch heute noch mit Handsprechfunkgeräten aus. Aus gutem Grund: Solche Walkie-Talkies sind in der Bedienung bestechend unkompliziert. Sprechtaste drücken, Info absetzen und alle wissen Bescheid.

Bei klassischen Push-To-Talk(PTT)-Anwendungen verständigen sich die Gruppenmitglieder in der Regel über anmelde- und gebührenfrei nutzbare Funkkanäle im 446-MHz-Band (PMR, Private Mobile Radio oder DMR, Digital Mobile Radio) direkt untereinander. Die Reichweite der Handgeräte beträgt im städtischen Umfeld meist wenige hundert Meter, auf der „grüne Wiese“ sind unter optimalen Bedingungen bis zu 10 Kilometer möglich. Zu den großen Vorteilen der Direktkommunikation über Handsprechfunkgeräte zählen die kurzen Verzögerungszeiten und damit die unmittelbare Erreichbarkeit.

Die richtige App macht das Handwerker-Smartphone zum Walkie-Talkie

Walkie-Talkie-Kommunikation in der Light-Version, ohne Handgeräte? Auch das geht auf der Baustelle. Dazu benötigen die Teams neben einem robusten, rundum outdoortauglichen Smartphone, das als digitales Allround-Werkzeug im Handwerk heute ohnehin unverzichtbar ist, eine geeignete Anwendung, wie beispielsweise Zello PTT Walkie-Talkie. Wie der zugehörige englische Fachbegriff für diese Technologie, Push-To-Talk over Cellular (PTToC), bereits andeutet, unterscheidet sich die technische Umsetzung signifikant vom gängigen PTT-Verfahren. Die Sprachkommunikation läuft hier, wie bei Smartphone-Apps üblich, über Webserver und setzt folglich eine Internetverbindung voraus, die auf der Baustelle in der Regel über die Mobilfunknetze hergestellt wird. Auch die handybasierte Walkie-Talkie-Variante hat ihre Vorzüge: Solange eine Verbindung ins Internet besteht, gibt es keine Einschränkungen in der Reichweite. Sprachnachrichten können auch gespeichert, verzögert zugestellt oder wiederholt wiedergegeben werden. Ebenfalls möglich ist die Ortung der Teammitglieder oder auch der unmittelbare Austausch von Textnachrichten und Bildern via Chat.

Wie Sprechfunk auf dem Smartphone funktioniert

Wer in seinen Teams eine Walkie-Talkie-App nutzen möchte, installiert einfach die Anwendung auf den Smartphones der Gruppenmitglieder, richtet für jeden Teilnehmer einen Zugang ein und verbindet alle über einen gemeinsamen Kanal. Der alltägliche Einsatz auf der Baustelle gestaltet sich dann genauso einfach, wie man es von konventionellen Walkie-Talkies kennt. Wer etwas mitzuteilen hat, hält einfach auf dem Touch-Bildschirm des Smartphones die „Sprechen“-Schaltfläche und kann dann alle übrigen Teammitglieder mit einer kurzen Ansage auf den neuesten Stand bringen.

Noch komfortabler und einfacher klappt das mit den baustellentauglichen Smartphones des Spezialherstellers Cat. Beispielsweise ist in deren Modellen Cat S41 und Cat S31 eine Walkie-Talkie-Anwendung vorinstalliert. Zudem kann bei beiden Modellen über eine seitlich angebrachte, variabel programmierbare Funktionstaste die Sprechfunktion – selbst mit Handschuhen oder schmutzigen Fingern – noch schneller und zuverlässiger aktiviert werden (PTT-Modus). Diese praktische, frei belegbare mechanische Taste kann darüber hinaus auch mit wenigen Handgriffen für den Schnellstart anderer individuell bevorzugten Funktionen und Anwendungen eingerichtet werden.

Fazit

Das hier beschriebene Walkie-Talkie-Beispiel zeigt wieder einmal, dass geeignete Apps bei der Digitalisierung im Handwerk eine wichtige Rolle spielen. Das Smartphone hat sich als Universalwerkzeug für die Kommunikation, Fotodokumentation und vieles mehr im Arbeitsalltag ohnehin schon längst unverzichtbar gemacht. Umso wichtiger, dass dieses ständig benötigte Tool auch für die hohen Beanspruchungen auf der Baustelle bestens gewappnet und abgehärtet ist.

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