Wenn Sie Ihr Unternehmen digitalisieren wollen, werden Sie auf Cloud Services setzen müssen. Denn die Cloud ist eine Schlüsseltechnologie, ohne die „echte“ Digitalisierung nicht möglich ist.

Die Nutzung von Cloud Services ist nicht ein von Technologie, sondern ein von Geschäftsinteressen getriebenes Thema. Durch die Vernetzung – sowohl intern als auch über Unternehmensgrenzen hinweg – bekommen Sie eine noch nie zuvor da gewesene Flexibilität. Und zwar durch den Zugriff auf die besten Apps, Funktionen und Lösungen – entsprechend Ihrem Bedarf.

Sie müssen dafür keine lizenzgebundene Software mehr auf Ihren eigenen Computern installieren. Sie können auf die Geschäftsfunktionen mithilfe mobiler Apps dann zugreifen, wenn Sie sie benötigen. Zum Beispiel, indem Sie eine Leistung direkt dann erfassen, wenn Sie sie erbracht haben. Oder dem Kunden die Rechnung direkt nach Auftragsabschluss in der von ihm gewünschten Form zukommen lassen. Die dafür nötigen Technologien werden von den Cloud-Dienstleistern bereitgestellt. Sie nutzen diese nur und bezahlen dafür nach einem zuvor vereinbarten Modell: sei es pauschal pro Monat und Nutzeranzahl, nach Datenaufkommen etc.

Bringen Sie Dynamik ins Geschäft

Durch die Nutzung webbasierter Software, Apps oder Dienste gewinnen Sie Zeit, die Sie sonst in Betrieb und Wartung einer eigenen IT-Infrastruktur stecken müssten. Sie vermindern damit gleichzeitig den Investitionsaufwand in angesichts der mittlerweile kurzen Entwicklungszyklen rasch veraltende Technologie enorm. Sie machen Arbeit flexibel. Beispielsweise können Sie und Ihre Mitarbeiter kreative Ideen gemeinsam in Online-Mindmapping-Tools entwerfen. Sie führen Diskussionen über Instant Messenger, Video- und Audio-Conferencing-Dienste. Komplexe Zeitpläne, To-do-Listen und Projektfortschritte werden nicht mehr auf Wandtafeln im Büro, sondern in Echtzeit in einem virtuellen „Arbeitsraum“ im Internet dokumentiert und überwacht. Das wertvolle, jeden Tag in Ihrem Unternehmen entstehende Wissen „verschwindet“ nicht mehr in Aktenordnern, Schubladen, PCs – oder mit den Mitarbeitern, wenn diese das Unternehmen verlassen. Es lässt sich zum Beispiel in Wikis organisieren und aufgabenbezogen im Team bereitstellen.

Daraus resultieren unter anderem folgenden Vorteile: Durch intern immer zugängliches aktuelles Fach-, Kunden-, Prozess- und Erfahrungswissen steigt die Produktivität des gesamten Unternehmens. Ihre Mitarbeiter entwickeln sich im Zuge der zunehmenden Digitalisierung von Arbeitsabwicklern zu Arbeitsentwicklern. Die strikte Trennung zwischen Büroarbeit und handwerklichem Tagesgeschäft wird aufgelöst, da viele bislang verwaltungsrelevante Tätigkeiten nicht mehr nachträglich und manuell von den Bürokräften (oder dem Unternehmer) durchgeführt, sondern direkt in den Arbeitsfluss integriert werden. Zum Beispiel Zeiterfassung und -zuordnung, Material- und Teileanforderung, Betriebsmittel- bzw. Lagerverwaltung.

Je mehr Arbeitsvorgänge in der Cloud erfasst und gespeichert werden, desto besser lassen sich Kennzahlen vergleichen und Daten auswerten.

Fazit

IT-Dienstleistungen aus der Cloud unterstützen durch garantierte Sicherheit, Zuverlässigkeit, flexibel anpassbare Funktionen der online und in (mobilen) Apps bereitgestellten Werkzeuge, vereinfachten Technologiezugriff, stark reduzierten IT-Finanzierungsaufwand und verstärkte Konzentration auf das eigene Kerngeschäft das wissensorientierte produktive Arbeiten.

Wenn Sie auf Cloud-Anwendung und Apps statt auf rein lokal installierte Branchen­lösung(en) setzen, verschaffen Sie sich durch den mobil möglichen Zugriff auf Geschäftsfunktionen und Daten ein Mehr an Flexibilität, das die Arbeitsdynamik in Ihrem Unternehmen deutlich steigert.

So werden für Sie als Handwerksunternehmer Online-Bestellsysteme, digitales Dokumentenmanagement, digitale Bauakten, mobile Apps oder über das Internet nutzbare Roboter, Drohnen und 3-D-Drucker zur digitalen Kür. Mit der gewonnenen Freiheit und Flexibilität können Sie auch in Zukunft den Anforderungen Ihrer Kunden und den Herausforderungen Ihres Wettbewerbs gerecht werden.

Andreas R. Fischer | Initiator der Plattform www.digitalisierung-praktisch-gestalten.de und Bindeglied zwischen dem Handwerk und der digitalen Welt. Als Geschäftsführer seiner G+F Verlags- und Beratungs­gesellschaft kennt er in Bezug auf seine Innova­tionsfreude keine Kompromisse. Für sein eigenes Unternehmen gilt: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird auch digitalisiert.“

Statement

Es gibt im Handwerk Spitzenunternehmer – und somit auch Spitzenbetriebe, die allen anderen weit vorauseilen, was die tatsächliche Digitalisierung angeht. Mit weit voraus meine ich einerseits die Erkenntnis, dass der Einsatz klassischer IT-Infrastrukturen aus Netzwerk, Server und Arbeitsplatz-PC in Verbindung mit fest installierter Kauflizenz-Software nicht wirklich Digitalisierung bedeutet.

Warum? Mit dieser herkömmlichen „Denke“ bilden viele Betriebe lediglich ihre analogen Arbeitsstrukturen 1:1 in Eingabemasken ab. Sie bleiben also in dieser „alten“ Welt gefangen, auch wenn sie diese auf einem HD-Bildschirm betrachten können. Und das nicht nur hinsichtlich der Unveränderlichkeit in ihren Denk- und Arbeitsweisen, sondern auch hinsichtlich des Stillstands in der von ihnen genutzten IT. Denn während sie „drinnen“ auf ihren Standardlösungen „hocken“, entwickelt sich „draußen“ die digitale Welt, mit der sie sich – wenn überhaupt – nur mühsam verbinden können.

Die Konsequenz, die daraus folgen müsste, ist der Schritt in die bedarfsorientierte Nutzung aktueller Informationstechnologien. Und das funktioniert am besten in und mit der Cloud. IT-Services aus dem Internet werden von den bereits erwähnten Spitzenunternehmern als DAS digitale Werkzeug erkannt, mit dem sich alles verändern kann: In mobilen Apps können Arbeitsschritte dann und dort erledigt werden, wo sie gerade anfallen.

Bürogebundene Nacharbeiten wie Stundenzettel erfassen, Material bestellen, Anfragen beantworten oder Dokumentationen vervollständigen entfallen entweder vollständig, oder sie werden auf ein Minimum reduziert, weil die Daten – eine Internetverbindung vorausgesetzt – sofort in ein cloudbasiertes System einfließen, auf das sowohl der Chef als auch die Mitarbeiter aufgabenbezogen zugreifen können.