Geht es um die digitale Weiterentwicklung unserer Firmen sprechen wir häufig von Apps oder Anwendungen, die uns den handwerklichen Alltag erleichtern sollen. Bei diesem Thema tut sich sehr viel. Viele alteingesessene Softwarehäuser und auch junge Start-ups setzen alles daran, neue praktikable Lösungen auf den Markt zu bringen.

Eines dürfen wir dabei aber nicht aus den Augen verlieren:

Wir brauchen für die adäquate Handhabe unserer Apps auch die geeignete Hardware, die idealerweise auch Block und Stift ersetzen muss.

Das gilt im Innendienst und erst recht im beinharten Außendienst, der Baustellentauglichkeit und damit hohe Robustheit voraussetzt. Was wir uns überlegt haben, als wir für unseren Bauleiter ein neues, zeitgemäßes und anwenderfreundliches Endgerät gesucht haben, und für welche Hardware wir uns in diesem Fall entschieden haben, erzähle ich euch in diesem Blogbeitrag.

Sagen wir mal so, ich glaube es ist ganz wichtig zu differenzieren, was das gute Ding am Ende des Tages wirklich können soll. Zunächst standen wir vor der Frage, welche der heute zahlreichen Computervarianten perfekt zu unserem Bauleiter passt. Ob letztlich ein Stand-PC, ein Notebook, ein Tablet oder eines der 2-in-1-Geräte (eine Mischung aus Tablet und Notebook, auch als Hybrid-PC oder Convertible bezeichnet) das Rennen macht, hängt in erster Linie vom Einsatzprofil und den Aufgaben des Anwenders ab. Da unser Bauleiter zu 80% im Außendienst unterwegs ist, kam ein Stand-PC fürs Büro nicht in Frage. (Ich nehme an, ihr gebt mir recht?!) Das altbewährte Notebook stand nun zur Diskussion.

Ganz ehrlich, ich persönlich finde ein Notebook passt eher zu einem Manager, der von Termin zu Termin eilt, dort in Besprechungen sitzt und häufiger im großen Stil beeindruckende Präsentationen zeigen muss.

Außerdem ist ein Notebook im „staubigen“ Baustellengeschehen meines Erachtens zu sperrig und mühsam in der Handhabe.

Meine Idee war es, den Papierblock durch ein größeres Tablet zu ersetzen. Besonders geeignet erschien mir das Format 12 bis 13 Zoll, was in etwa der gewohnten DIN-A4-Größe entspricht.

Einer der großen Vorteile eines Tablets: Unmittelbar nach dem Einschalten stehen mir alle Apps zu Verfügung und ich kann sofort loslegen!

Da wir zum Teil auch mit cloudbasierten Anwendungen arbeiten, brauchen wir auch auf der Baustelle Internetzugang. Den ermöglichen viele Tablets über die SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters. Alternativ könnte man sich vor Ort auch über den Hotspot des Handys ins Netz einwählen. Wer möchte, kann so auch Daten von dem Server in der Firma abrufen oder die gewohnten Computerprogramme weiter benutzen. Beim Fernzugriff führt der einfachste Weg sicherlich über den TeamViewer, der meiner Erfahrung nach einwandfrei funktioniert, solange eine gute Netzverbindung besteht.

Es gibt sicher viele gute Gründe, die für das Tablet als perfektes Tool auf der Baustelle sprechen.

Doch wir wollten mehr und fragten uns, ob wir es sogar schaffen, den Stand-PC des Bauleiters komplett durch ein Tablet  zu ersetzen.

Ganz klare Antwort: Zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Unter anderem, weil wir noch mit einem internen Firmenserver arbeiten (…sollte irgendwann der Vergangenheit angehören) und aktuell nur die eine oder andere cloudbasierte Anwendung einsetzen.

Da wir unserem Bauleiter künftig zusätzlich auch Homeworking ermöglichen wollten, ohne dafür einen weiteren Stand-PC zu erwerben, lief es in unserem Fall auf ein Windows-basiertes 2-in-1-Gerät (Convertible) hinaus. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns letztlich für ein Microsoft Surface Pro entschieden, welches mit ein paar kleinen Abstrichen perfekt zum Anforderungsprofil unseres Bauleiters passt:

  1. Das Microsoft Surface Pro ersetzt zu 100% den Stand-PC im Büro. Dazu haben wir im Büro eine Docking-Station installiert, an den bestehenden Bildschirm angeschlossen sowie mit Tastatur und Maus gekoppelt. Einfach im Büro andocken, und weiter geht‘s!
  2. Für die Arbeit zu Hause wurde eine zusätzliche Docking-Station erworben.
  3. Die gewählte Gerätegrößehat sich im Baustelleneinsatz bewährt. Unser Windows-basiertes All-in-One-Gerät kann auf vielfältige Weise genutzt werden ??und bietet zudem im mobilen Einsatz lange Akku-Laufzeiten?? ((evtl. als praxisrelevante Ergänzung – wenn es denn tatsächlich stimmt)). Claro, hat auch ein superschnelles iPad mit seinem schlanken Betriebssystem (iOS) seine Vorteile. Aber dafür haben wir hier quasi nicht nur ein Tablet, sondern auch einen vollwertigen Computer in der Hand.
  4. Im Außeneinsatz wird die Netzverbindung über den Hotspot des Handys hergestellt.

Abschließend erlaube ich mir zu behaupten, dass die Anschaffung richtig war. Vor allem ist der Mitarbeiter begeistert und meint, dass die gewählte Lösung genau seinen Vorstellungen vom modernen Arbeiten entspricht. Eines muss jedoch ganz klar gesagt sein: Dieses Gerät passt zu jener Person und zu deren Anforderungen. Ich bin davon überzeugt, dass bei der Neuausstattung unseres Verkaufsleiters die Geschichte wieder anders aussehen wird. Doch auch da werden wir wieder gemeinsam die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten abwägen und eine adäquate Hardwarelösung finden.

Welche Entscheidung wir dann getroffen haben, werdet Ihr auch hier lesen.

Bis dann frohes Schaffen, Euer Jochen

Diese Frage stammt aus dem
Interviewbuch EIN HANDWERKSBETRIEB WIRD „RADIKAL“ DIGITAL

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