Digitalisierung im Handwerk – völlig losgelöst

Heiko Fischer

Heiko Fischer

Geschäftsführer G+F Verlags- und Beratungs- GmbH

Ich habe seit fast 30 Jahren mit Digitalisierung und Handwerk zu tun. Hört sich erstmal komisch an – ist aber so! Ok, 1993 hat man noch nicht von Digitalisierung gesprochen. Wir hatten keine Smartphones, keine Webseiten und auch keine Geschäftsmails, wie wir es heute gewohnt sind. Hört sich für Dich komisch an? War aber so und ist noch gar nicht so lange her!

Aber auch damals gab es Pioniere, die sich an Branchensoftware gewagt haben, die Nadeldrucker für 12.000 DM (Deutsche Mark) gekauft haben etc.. Für diese Pioniere hatten wir eine Fachzeitschrift, um sie zu unterstützen.

So aber nun via TimeWarp in die heutige Zeit. Was hat sich verändert? Auf der Technologieseite – viel! Im Handwerk? Auch viel, aber aus meiner Sicht zögern noch zu viele!

Ich sehe viele Betriebe, die wir als digitale Vorreiter bezeichnen. Dort wird quasi von der Kaffeebohne bis zur Einsatzplanung alles digitalisiert. Auf der anderen Seite bin ich in Unternehmen, die auch Kaffeebohnen haben, aber ihre Einsatzplanung läuft – wenn überhaupt – mit Word und Excel.

Euer Ernst?

Das kostet viel Zeit, Geld und Nerven – und damit wertvolle Lebenszeit, sowohl geschäftlich als auch privat.

Das es anders geht – und damit meine ich einfacher, schneller, effizienter, genauer für euch und eure Mitarbeiter – beweisen mir täglich viele eurer Kollegen. Dafür braucht es die richtige Einstellung zur Veränderung und vor allem Mut, neues zuzulassen. Und dann einfach TUN.

Ein Tipp: Betrachtet es wie einen Kundenauftrag. Wie setzt ihr den um? Grob gesagt: Ihr macht beim Kunden eine Bestandsaufnahme, ihr macht ihm einen Vorschlag wie ihr sein Problem löst oder seinen Wunsch erfüllt, dann kommen das Angebot – die Umsetzung – die Rechnung.

Meine Erfahrung: Viele Digitalisierungsvorhaben haben keinen Plan. Warum?

Der Plan von der Bestandsaufnahme eurer Prozesse, damit ihr wisst, wo ihr steht bis zu euren Zielen, damit ihr wisst, wo ihr 12-18 Monaten sein wollt, ist essenziell.

Ihr wollt mehr dazu wissen? Dann sprecht mich an!