Grundsätzlich sind wir noch sehr klassisch „analog“ aufgestellt.

Seitens der Hardware besitzen wir einen Server mit entsprechenden Anwendungen zur Datensicherung sowie diverse Clients mit 24-Zoll-Bildschirmen. Außerdem hat jede Abteilung ihren eigenen Drucker. Softwareseitig arbeiten wir seit mehr als 20 Jahren mit einer typischen Branchenlösung, die in ihrer Praktikabilität und ihren Möglichkeiten weit von einer zeitgemäßen Lösung entfernt ist.

Des Weiteren benutzen wir eine Buchhaltungssoftware, die auch als Schnittstelle zum Steuerberater fungiert. Jene Lösung gilt als Primus für KMU. Sie ist aber meiner Meinung nach viel zu komplex und umfangreich. Vor allem ist der mobile Zugang für mich als Geschäftsführer bei unseren derzeit genutzten Anwendungen nicht gewährleistet. Wir sind jedoch seit geraumer Zeit dabei, unsere bestehenden Datensilos Schritt für Schritt aufzulösen. Mittlerweile speichern wir unsere Daten zunehmend in der Cloud. Das gilt vor allem für Baustellenfotos, die aufgrund ihrer hohen Anzahl und ihrer Dateigröße eine Menge Speicherkapazität beanspruchen, aber auch für projektrelevante Dateien, die für das Tagesgeschäft im mobilen Einsatz notwendig sind. Dazu gehört zum Beispiel die aktuelle Arbeitszeiteinteilung.

Was wir noch überhaupt nicht im Einsatz haben, sind mobile Anwendungen, die unsere Mitarbeiter besser in die Abläufe integrieren, oder auch adäquate Kundentools, die vor Ort beim Beratungsgespräch eingesetzt werden können.

Unseren Online-Raumplaner sehe ich eher als Gimmick. Ich glaube, die Verbindung aus analoger Beratung, speziell im Bereich der Materialien, verbunden mit digitalen Instrumenten, wie beispielsweise Visualisierungen, wird der Schlüssel zum künftigen Verkaufserfolg sein. Die Digitalisierung wird uns helfen, den Kunden bei der Entscheidungsfindung beziehungsweise beim Kaufprozess zu unterstützen.

Diese Frage stammt aus dem
Interviewbuch EIN HANDWERKSBETRIEB WIRD „RADIKAL“ DIGITAL

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