Wann denkt und handelt man WIRKLICH digital?

Wann denkt und handelt man WIRKLICH digital?

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Vielleicht klingt der Titel dieser Checkliste etwas seltsam für Dich. Wir sind der Ansicht, dass der Begriff „Digitalisierung“ ganz unterschiedlich interpretiert wird. In vielen Fällen wird Digitalisierung viel zu großzügig interpretiert. Vielleicht liegt das daran, nur alter Wein – sprich Prozessoptimierung – einfach in den neuen Schlauch – sprich Digitalisierung – gefüllt wird. Das ist bequem, hat aber nichts mit dem zu tun, was wir unter Digitalisierung verstehen.

Digitale „Interessengruppen“ machen das Ganze nicht einfacher. Aus Sicht des digitalen Apokalyptiker hat man nur noch eine „Überlebenschance“, wenn man sein Unternehmen komplett erneuert. Der digitale Minimalist erfreut sich daran, seine serverbasierte Branchenlösung um das Modul Zeiterfassung zu ergänzen. Der digitale Pragmatiker gibt sich damit zufrieden, dass seine Website den Mindestanforderungen einer immer digitalaffineren Kundenwelt gerecht wird. Der digitale Realist ist glücklich, wenn Cloud Services im Unternehmen zumindest partiell genutzt werden. Der digitale Optimist beschäftigt sich mit vielen Details, prüft und hinterfragt und setzt punktuell um.

Was macht Digitalisierung aber jetzt aus? Aus unserer Sicht sollte es viel mehr digitale Enthusiasten geben, die ein ganzheitliches Bild für die Digitalisierung entwickeln.

Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du die nachfolgenden zehn Punkte durchgehst?

Wann denkst und handelst Du wirklich digital?

  1. Sobald die Freude am Ausprobieren und die rationale Betrachtung der Digitalisierung über meine bauchgesteuerte Skepsis, festhalten an althergebrachten Vorgehensweisen und meine übertriebene Vorsicht triumphieren.
  2. Sobald die „Köpfe“ meines Unternehmens in der Lage sind, operative und strategische Aufgabenstellungen digital miteinander zu verzahnen.
  3. Sobald der Fahrplan für die eigene Digitalisierung als Orientierung für unser unternehmerisches Tun und Handeln verstanden wird.
  4. Sobald bei uns das Bewusstsein für die Bedeutung von umfangreichen Datensammlungen aus allen Handlungsfeldern und deren Auswertung vorhanden ist.
  5. Sobald in unserem Unternehmen eine Arbeitskultur vorherrscht, in der der offene Austausch Wissen und Information als selbstverständlich angesehen wird.
  6. Sobald ALLE unternehmensrelevanten Anwendungen mit/über/durch das Internet (Cloud) realisiert werden!
  7. Sobald „mobile first“ gelebt (= die mobilen Devices zur „Steuer- und Schaltzentrale“ des Geschäfts werden) und der PC als „second screen“ Verwendung findet.
  8. Sobald alle am Unternehmenserfolg Mitwirkenden (Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner etc.) digital miteinander vernetzt sind.
  9. Sobald alle Daten, Informationen und jedwedes Wissen nicht in Silos „versteckt“, sondern „barrierefrei“ für alle Handlungsfelder im Unternehmen automatisch generiert, genutzt, in Beziehung zueinander gesetzt und ausgewertet werden.
  10. Sobald unsere Kunden „gläsern“ sind.

Das Minimum sollten sieben von zehn sein. Schaffst Du das?