An wen wenden Sie sich, wenn Sie spontan etwas wissen möchten? Die (Google-)Suche im Internet. Genauso werden auch potenzielle Neukunden vorgehen, die einen Installateur, Schreiner, Gärtner, Maurer … benötigen, aber keinen kennen. Dabei ist ein zeitgemäßer, professioneller Internetauftritt als „Aushängeschild“ des Betriebs auch aus einer ganz anderen Perspektive heute wichtiger denn je: Gerade Handwerksunternehmen haben damit die Riesenchance, sich (wechselwilligen) Fachkräften und künftigen Auszubildenden von ihrer besten Seite zu zeigen und sich so als Arbeitgeber zu empfehlen. Damit man die Showbühne „Website“ erfolgreich bespielen kann, müssen zunächst einmal auch grundlegende technische und formale Voraussetzungen erfüllt sein. 

Kurzer, einprägsamer und aussagekräftiger Domainname

Geschäftliche E-Mail-Adressen, die auf .yahoo.de oder .aol.de enden, gehen gar nicht mehr. Allein aus diesem Grund braucht jeder Betrieb, dem an einer professionellen Außendarstellung liegt, einen einzigartigen Domainnamen. Die Adresse, unter der Ihr Unternehmen im Internet und Ihre Mitarbeiter dann auch per E-Mail erreichbar sind, muss diversen Anforderungen genügen. Der gewählte Name sollte zu der offiziellen Firmenbezeichnung passen, idealerweise einen Bezug zu dem Gewerk und dem regionalen Einzugsgebiet herstellen, dazu schnell einzutippen sowie als Marke auch noch unverwechselbar und leicht zu merken sein. So weit die Theorie: In der Praxis sind die meisten Top-Level-Domains (TLDs), die auf .de enden, längst anderweitig vergeben. Wer diesbezüglich für seine Internetpräsenz Nachbesserungsbedarf sieht, muss sich etwas einfallen lassen. Neue Spielräume bei der Suche eröffnen weitere TLDs, die mit .com, .net, .info, .biz, .online, .web – um nur einige zu nennen – enden und  sich auch hierzulande immer stärker durchsetzen. Neben offiziellen Domain-Registraren wie Denic für den .de-Bereich bieten auch die Webhosting-Anbieter zur Überprüfung freier Wunschadressen entsprechende „Domain-Checker“ an. Letztere übernehmen auch die Reservierung der kostenpflichtigen Domainnamen. 

Ein starker Webhosting-Anbieter ist als Service-Partner für das Handwerk unverzichtbar

Das technische Fundament für einen zeitgemäßen Internetauftritt legen meist Webhoster, die zu diesem Zweck Rechenzentren betreiben. Unter anderem aus Datenschutzgründen setzen Anbieter wie beispielsweise webgo dabei auf den Serverstandort Deutschland. Webhoster vermieten Speicherplatz für Internetseiten, stellen Hardware-Ressourcen (Prozessorleistung und Arbeitsspeicher) und eine leistungsfähige Anbindung ihrer Server ans Internet zur Verfügung. Mit ihren Managed-Server-Angeboten kümmern sie sich auch um die Einrichtung und Wartung der Technik sowie die Sicherung der Internetauftritte ihrer (Unternehmens-)Kunden. Zum Service zählt auch die Bereitstellung der für den Betrieb einer zeitgemäßen dynamischen Website benötigten Anwendungen. Vornehmlich sind das Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress, MySQL-Datenbanken und die Unterstützung gängiger Programmiersprachen wie PHP. Ebenfalls in den Service-Paketen enthalten sind die E-Mail-Postfächer. Kurzum: Webhoster unterstützen Unternehmen mit Technik und Services, damit jeder Internetnutzer – möglichst auch bei hoher Nachfrage – schnell, zuverlässig und sicher auf die angebotenen Inhalte und Angebote der betreuten Kundenwebseiten zugreifen kann. Die monatlichen Kosten der Webhosting-Pakete variieren in Abhängigkeit der benötigten Leistungen. Neben den reinen Hardware-Parametern spielt dabei auch eine wichtige Rolle, mit wie vielen anderen Kunden sich ein Unternehmen einen Server teilen muss (Shared Hosting). Für einen professionellen Auftritt eines kleinen Handwerksbetriebs können schon Pakete inklusive Rundum-Service für wenige Euro im Monat ausreichen. Für höchste Ansprüche und einen starken Datenverkehr mieten größere Unternehmen exklusiv bereitgestellte, selbst verwaltete Root-Server mit vollen Zugriffsrechten („Root“). Informationen zu der Auswahl eines geeigneten Webhosters finden Sie auch unter https://digitalisierung-praktisch-gestalten.de/so-finden-sie-den-richtigen-webhoster/.

Wer kümmert sich um das Webdesign und um spannende, aktuelle Inhalte? 

Selbst bei der grafischen Gestaltung, die unabhängig von den verwendeten (mobilen) Endgeräten und Bildschirmgrößen problemlos funktionieren muss  (Responsive Design), erleichtern Webhoster den „Do-it-yourself-Webdesignern“ in den Betrieben mit entsprechenden Gestaltungsvorlagen (Templates) und Homepage-Baukästen (Beispiel siehe https://www.webgo.de/homepage-baukasten/) die Erstellung einfacherer Unternehmensauftritte. 

Wer in diesem Bereich betriebsintern keine eigenen Kompetenzen aufbauen möchte, wendet sich bei der Umsetzung umfangreicher, anspruchsvoller Internetauftritte, über die beispielsweise auch Webshops, virtuelle Marktplätze oder andere Services wie Bad- oder Fensterplaner etc. betrieben werden, an gleichermaßen kompetente wie bodenständige Internetagenturen samt Webdesignern, Webprogrammierern und gegebenenfalls auch Contentmanagern, die sich um die Aufbereitung und Aktualisierung ihrer Inhalte und Beiträge kümmern. Ganz wichtig: Die Agenturpartner müssen auch die Belange des Handwerks verstehen – anders geht’s nicht.

Ohne eigenes Engagement wird jedoch kein noch so professioneller Business-Internetauftritt authentisch und damit einzigartig werden. Denn das setzt voraus, dass man am Arbeitsalltag des Handwerks ganz nah dran ist. Was Sie und Ihre Mitarbeiter Tag für Tag leisten, erleben und umtreibt, ist auch der Stoff für spannende Neuigkeiten, die Ihren Online-Auftritt interessant machen. So empfiehlt es sich, dass die für das Marketing Verantwortlichen die übergeordneten Kommunikationsziele im Blick behalten, ein Gespür für breit gefächerte, interessante Themen entwickeln und dafür sorgen, dass diese auf der Website aktuell „gespielt“ werden. Gelingt es dann noch, die Mitarbeiter dafür zu sensibilisieren, dass besondere Ereignisse wie das Meistern handwerklicher Herausforderungen gleich vor Ort per Smartphone in Wort und Bild dokumentiert und dass diese immer wieder News für eine Veröffentlichung auf der Website oder auch für Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Instagram liefern, werden Handwerksbetriebe das Interesse der Besucher ihres Internetauftritts wecken und dabei ihr Firmenprofil schärfen können.

Zusammenfassung

Ein starker Online-Auftritt ist definitiv kein Selbstzweck. Im Gegenteil: Die Website muss über Anfrageformulare oder einen integrierten Shop Aufträge und Umsatz bringen oder es schaffen, dass die (richtigen!) Webseitenbesucher Kontakt aufnehmen (Lead-Generierung). Damit dieses Szenario eintritt, müssen von einem geeigneten Domainnamen über ein leistungsstarkes Service-Paket des für KMUs praktisch unverzichtbaren Webhosting-Partners bis zu Suchmaschinenoptimierung (SEO), Webdesign und vor allem auch qualitativ ansprechenden Inhalten alle Mosaiksteine zusammenpassen. Erst dann ist auch dem Handwerk nachhaltiger Erfolg auf der großen „Bühne“ Internet sicher.   

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